Montag, 26. Oktober 2026 · 18:00/20:15
Montag, 25. Januar 2027
18:00/20:15
Der müde Tod
- Deutschland, 1921, 97', d
- Regie: Fritz Lang
- mit Lil Dagover, Walter Janssen, Bernhard Goetzke
Am Rande einer Kleinstadt steigt der Tod – in Gestalt eines Fremden mit schlanker Statur und ernstem, traurigem Gesicht – in eine Postkutsche, in der sich bereits ein Liebespaar befindet. Alle drei kommen in einem «Städtchen irgendwo / Im Tale traumversunken» an. Die Anwesenheit des geheimnisvollen Reisenden weckt Neugier. Er kauft ein Grundstück in der Nähe des Friedhofs und umgibt es mit einer imposanten Mauer, fernab von neugierigen Blicken.
Die junge Frau macht sich Sorgen, da ihr Geliebter verschwunden ist. Als sie den Geist ihres Geliebten in das seltsame Anwesen eintreten sieht, gelingt es ihr, den Eingang zu diesem verbotenen Ort zu finden, wo der Tod, ihr ehemaliger Reisebegleiter, sie empfängt. Sie fleht ihn an, ihr ihren Geliebten zurückzugeben, worauf dieser ihr drei Lichter zeigt, von denen jedes ein Leben darstellt. Wenn es ihr gelingt, nur eines davon zu retten, wird ihr der junge Mann zurückgegeben. So beginnen drei exotische Szenarien unglücklicher Liebe, in denen die Frau den Lauf des Schicksals irgendwie umkehren muss: Persien, das Venedig des Quattrocento und ein fantasievoll inszeniertes altes China.
Noch bevor Fritz Lang zahlreiche, für ihr Genre wegweisende Meisterwerke wie Metropolis, M und Spione drehte, stellte er mit Der müde Tod bereits die Konventionen des Kinos auf den Kopf. Dieser Film, reich an expressionistischen Bildern und mit innovativen Spezialeffekten, wurde unter Langs frühen Werken oft übersehen, war jedoch äusserst einflussreich: Regisseure wie Alfred Hitchcock und Luis Buñuel nannten ihn als direkten Einfluss auf ihr Schaffen.